Pferde in der Reittherapie

 

Reiten tut dem Körper und der Seele gut! Das ist schon seit dem Altertum bekannt. Für viele Menschen ist Reiten das liebste Hobby oder ein wichtiger Sport. Das sitzen auf einem Pferd verbessert aber auch die Heilungschancen und - Prozesse bzw. die Lebensqualität von kranken oder behinderten Menschen. Neben Gleichgewicht, Koordination und Muskelaufbau werden Selbstbewusstsein, Sprache, Soziale Kompetenzen und das seelische Gleichgewicht gefördert. Auch für die Menschen, die nicht reiten, üben Pferde eine besondere Faszination aus. Sie symbolisieren Kraft, Freiheit, Lebensfreude sowie positive Energie und das überträgt sich auf den Menschen, selbst wenn man sich nur in ihrer Nähe aufhält.

 

Pferde in der Psychotherapie und Persönlichkeitsentwicklung

 

Pferde geben ein sofortiges, ehrliches und direktes Feedback. Sie reflektieren Charakterstärke, Leidenschaft, interne Inkongruenz und selbstlimitierende Wahrnehmung. Der Mensch hat dadurch die Gelegenheit, seine Teamfähigkeit und Führungsqualität zu testen bzw. die eigenen Schwächen und Stärken zu entdecken. Das, was man selbst erkennt, kann man meist leichter annehmen; man hat es selbst “entdeckt” und geht somit selten in die Abwehr.

Pferde sind Herden- und Fluchttiere. Sie leben in der Gemeinschaft, die ihnen Schutz und Geborgenheit bietet. Damit diese Herde funktioniert, nutzen Pferde Kommunikationswege, die wir Menschen oft vernachlässigen. Dies sind Körpersprache, nonverbale Kommunikation und Gefühle.

Aber Pferde sind auch Individuen, die immer sie selbst sind. Sie verbiegen sich nicht, um angenommen zu werden, sie manipulieren nicht, sie sind was sie sind. Pferde leben ganz im Hier und Jetzt, verharren nicht in der Vergangenheit oder verplanen sich in der Zukunft.

Pferde können dem Menschen helfen, Zugang zu sich selbst zu finden.